Die festen Besetzungen von Silly mit Anna Loos, Rüdiger Barton an den Keyboards, dem Gitarristen Uwe Hassbecker und dem Bassisten Jäcki Reznicek wird durch ständige Gastmusiker erweitert. Drei Jahre hat Silly an ihrem neuen Album Alles Rot gefeilt. Nichts wurde hier dem Zufall überlassen. Die Texte sind melancholisch und feinfühlig. Sie werden untermalt von einem satten Sound sowie einer warmen, kraftvollen Stimme.
Vor allem der Song „Sonneblumen“, der der verstorbene Tamara gewidmet ist, geht unter die Haut. Doch auch sonst scheut Silly nicht nicht vor schwierigen Themen zurück. Trauer, Verlust, Schmerz werden in poetische Sprache gehüllt, ohne auf leere Worthülsen zurückzugreifen. So in dem Titel gebenden Lied „Alles Rot“, in dem eine Frau Selbstbewusstsein sucht, nachdem sie von ihrem Mann für eine jüngere verlassen wurde.
Mit Alles Rot melden sich Silly eindrucksvoll auf dem Musikmarkt zurück. Nicht nur alte Fans werden sich freuen, sondern viele neue und jüngere hinzukommen. Man kann nur hoffen, dass das zweite Album der neusten Silly Formation nicht lange auf sich warten lässt.
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