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Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 07:27 Uhr

Unsere Tipps für die CD-Starts am 16. Juli Featured

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Am morgigen Freitag ist es wieder soweit: Neue Alben erscheinen. Diesmal haben wir uns die Genres Indie-Pop und Reggae rausgepickt. Da wäre beim Indie-Pop die neue Scheibe von Danger Mouse & Sparklehorse zu empfehlen und beim Reggae sollte man die neue Platte von Martin Jondo Probe hören.

Nachdem wir in der letzten Zeit über Festivals berichteten, widmen wir uns nun wieder den CDs. Danger Mouse & Sparklehorse ist zwar keine Band, die jeder kennt, aber in der Szene dennoch durchaus bekannt. „Dark Night Of The Soul“ wurde anfangs von einem Musikriesen wie EMI verschmäht. Was in meinen Augen unverständlich ist, da zwar keine gnadenlosen Millionengewinne erwartet werden konnten, aber dennoch aufgrund des Bekanntheitsgrades schwarze Zahlen. Plötzlich bringt EMI das Album doch auf den Markt. Warum? Die Kenner unter euch wissen um den traurigen Bandhintergrund und ziehen ihre eigenen Schlüsse, was EMI zur Veröffentlichung veranlasst hat. Zwei der Bandmitglieder, Mark Linkous und Vic Chesnutt nahmen sich, angeblich durch Tabletten, das Leben. Deshalb gibt es auf der Scheibe auch ein Gedenken an beide: „in Memory of Mark Linkous und Vic Chesnutt“.

Fraglich bleibt, warum EMI nun doch dieses Album daraufhin veröffentlicht. Aber wir unterstellen hier keinem etwas… Jedenfalls ist die Chance, sich auf dem Markt zu etablieren gar nicht so schlecht, auch wenn dieser mittlerweile immer mehr R&B und Blackmusic aufweist. Die Probleme angesichts von Depressionen der beiden Verstorbenen werden in den Songs deutlich. „Dark Night Of The Soul“ ist doch recht düster geraten und zeigt deutlich, dass kein Interesse darin liegt, die Charts zu stürmen. Es gibt viele Ecken und Kanten, wobei aber alle Songs zusammen wie eine Einheit wirken. Wer diese Stilrichtung von Musik mag, aber nicht immer das Gleiche hören will, weil das mit der Zeit abgedroschen klingt, ist hier genau richtig. Natürlich könnt ihr schon vor dem Verkaufsstart das Album bei musicload erwerben.

Trackliste zu „Dark Night Of The Soul“:

  1. Revenge (ft. The Flaming Lips)
  2. Just War (ft. Gruff Rhys)
  3. Jaykub (ft. Jason Lytle)
  4. Little Girl (ft. Julian Casablancas)
  5. Angel's Harp (ft. Black Francis)
  6. Pain (ft. Iggy Pop)
  7. Star Eyes (I Can't Catch It) (ft. David Lynch)
  8. Everytime I'm With You (ft. Jason Lytle)
  9. Insane Lullaby (ft. James Mercer)
  10. Daddy's Gone (ft. Mark Linkous & Nina Persson)
  11. The Man Who Played God (ft. Suzanne Vega)
  12. Grim Augury (ft. Vic Chesnutt)
  13. Dark Night Of The Soul (ft. David Lynch)

 

Das zweite Album was wir unter die Lupe genommen haben, kommt von Martin Jondo und heißt „Sky Rider“. Es ist mittlerweile sein drittes Album und er bleibt dem Reggae treu. Auch hier hält sich der Bekanntheitsgrad in Grenzen, aber wer bei Gentleman oder Culcha Candela eingeladen wird, der sollte durchaus Ernst genommen werden. Ein gewisses Potenzial muss dazu nämlich schon vorhanden sein.

Erwähnenswert ist dabei, dass Jondo seine Lieder nicht nur singt, sondern auch selber schreibt und dadurch noch mehr seinen Stil mit einbringen kann. Deshalb muss eigentlich auch differenziert werden: Wir befinden uns zwar im Genre des Reggaes, aber Jondo setzt dabei auch auf Rockelemente wie beispielsweise Gitarren, die die Lieder vorantreiben. Hierbei kristallisieren sich seine Vorlieben und seine Gabe heraus, da es schon ein wenig mehr Aufwand ist, die beiden Musikrichtungen miteinander zu verbinden. Aber dies gelingt ihm auf eindrucksvolle Weise. Zwei kritische Aspekte hätten wir dennoch anzumerken. Auf der einen Seite ist unserer Meinung nach „Sky Rider“ mit circa 45 Minuten relativ kurz. Und auf der anderen sind die Songs zwar gut geeignet, einem den Sommer zu versüßen, aber bei schlechtem Wetter wird es schwierig, ihnen das Richtige abzugewinnen.

Trackliste zu „Sky Rider“:

  1. Sky Rider
  2. Mr. Sunshine
  3. Cherry
  4. Golden Sun
  5. Lose Control (ft. Laura López Castro)
  6. Guiding star
  7. Close my Eyes
  8. Fast Forward
  9. Dead Or Alive
  10. Broken Roses
  11. Anytime
  12. Without you (ft. Sophie Ann)

Letzte Aktualisierung am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 09:18 Uhr

1 Kommentar

  • kommentieren Micha Freitag, den 23. Juli 2010 um 09:50 Uhr geschrieben von Micha

    Schön das ihr das neue Album von Martin Jondo hier vorstellt. Allerdings hat er mich mit der neuen Platte doch sehr enttäuscht. Seine alten Sachen gefallen mir definitiv besser und sind vor allem weniger poppig.

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