Als Erstes braucht man ein geeignetes Gefährt. Ein Fiat 126 ist da wohl nicht die richtige Alternative. Kombis sind da eine gute Möglichkeit das ganze Equipment unterzubringen. Nachdem das geklärt ist, sollten man die Tickets gleich ins Auto legen. Am besten auf dem Beifahrersitz im integrierten Safe, damit sie auf keinen Fall abhanden kommen! So, nun kommen wir zur eigentlichen Ausrüstung. Je nach Ausgeprägtheit des Verlangens nach einem echten Festivalerlebnis kann ein Auto mit mehr oder minder wichtigen Sachen bepackt werden.
Alles für den untypischen Festivalbesucher
Da gebe es den Luxustypen. Er gehört nicht zu den typischen Festivalbesuchern. Empfehlenswert ist hier statt eines Kombis eher ein 3,5 Tonner. Der ist zwar deutlich kleiner als ein Lkw mit 7,5 Tonnen, aber man braucht keinen Lkw-Führerschein. Hier kann auch das 5 x 4 x 2,5 Meter-Zelt mit integriertem Dixie locker untergebracht werden. Durch die erhöhte Quadratmeterzahl des Zelts lohnt es sich nicht groß, zuhause die Inhalte der Badezimmerschränke in eine Tasche zu packen, sondern sie werden gleich so in den LKW neben das Zelt gestellt und stellen den Kulturbeutel dar.
Ein Pavillon darf natürlich auf dem Festival auch nicht fehlen. Da wird ausnahmsweise auf ein handelsübliches 3 x 3 Meter Modell zurückgegriffen. Aber klappbar, da unnötige Arbeit vermieden werden möchte. Unter den Pavillon kommen die Sofagarnitur und ein Tisch, da Bequemlichkeit vor Praxis geht. Nun muss der Koffer gepackt werden. Hm, drei Tage?! Ok, grob gefühlt werden drei Jacken, fünf Jeans, sieben Sweatshirts, elf T-Shirts und acht Paar Schuhe gebraucht. Außerdem noch massig Unterwäsche und jeweils vier Paar Socken und Füßlinge. Wer weiß, welches Wetter auf welchen Untergrund trifft. Klar, dass der Luxustyp nicht einfach Bier haben will. Flaschenbier ist Grundvoraussetzung. Glasflaschen in der Preiskategorie von Heinecken sind das Minimum. Essen wird nicht unbedingt benötigt, da in der Nähe sicher ein Restaurant besucht werden kann.
Alles für echte Liebhaber
Typ 2 ist mehr der Festival-Genießer, der auch ohne Luxus zurechtkommt. Es sollte allerdings schon ein Dach über dem Kopf in Form eines Zelts sein und auch eine Schlafunterlage vorhanden sein. Somit dürfen Isomatte und Schlafsack nicht fehlen. Pavillon kann sein, ist aber nicht überlebensnotwendig. Zum Sitzen und Entspannen tut es dann auch eine Bierzeltgarnitur oder ein Klappstuhl. Die Tasche für drei Tage wird so gepackt, dass zwei Hosen, zwei T-Shirts, ein Pullover, Unterwäsche und Socken Platz finden. Zusätzlich noch jeweils ein Ersatzteil. Außerdem muss der Kulturbeutel auch noch unterkommen. Beim Bier wird auf die gute, alte Palette mit Dosenbier zurückgegriffen. Der erfahrenere Festivalgänger hält sich auch einen kleinen Vorrat an Wasser für den Nachdurst bereit. Die Verpflegung beschränkt sich auf haltbare Sachen, wie Toast und alles, was ohne Kühlung auskommt.
Auch Hartgesottene brauchen ein bisschen
Der letzte Typ ist der ganz Hartgesottene. Dieser Geübte geht einen Schritt weiter. Angereist wird mit Zug. Deshalb wird auch nur ein Rucksack als Reisegepäck benötigt. Auf ein Zelt wird gänzlich verzichtet. Eventuell ist noch ein Schlafsack im Gepäck oder in Ausnahmefälle stattdessen ein Feldbett. Im Rucksack befindet sich das Survivalpackage: Essen und der Vorrat an Bier. Hier müssen es nicht unbedingt Dosen sein, sondern es reichen auch PET-Flaschen vom Discounter. Wechselklamotten? Fehlanzeige! Der abgebrühte Besucher braucht das nicht und läuft aufgrund der außerordentlichen Umstände einfach die kurze Zeit in den gleichen Sachen rum. Auch ein Kulturbeutel wird bei den meisten vergebens gesucht. Begründung? Zu viel Ballast! Außerdem nimmt dieser nur Platz für Bier weg. Auch das Wasser wird nicht mittransportiert und nur im äußersten Notfall vor Ort gekauft. Unter welcher Kategorie Ihr Euch jetzt wiederfindet, bleibt Euch überlassen. Wem noch eine Klassifizierung einfällt, kann diese gerne durch einen Kommentar posten…



