Seine musikalische Herkunft vom Rap wird durch den Sprechgesang in den Liedern durchaus deutlich, aber ist eine sehr gelungene Kombination mit den typischen Beats aus den 90ern. Denen wurde natürlich ein wenig nachgeholfen, damit wir uns weiter auch im 21. Jahrhundert bewegen. Stromae versteht es, dafür zu sorgen, dass man bei allen Songs von „Cheese“ gute Laune bekommt und fast automatisch mitwippt. Anscheinend hat der 25-jährige nicht nur Schlagzeug gelernt, sondern versteht es optimal, mit Melodien und Gesang eine eigene Stilrichtung sich aufzustoßen. Das ganze Album klingt abgerundet und eigenwillig. Und eigenwillig gefällt uns, da man Stromae nicht einfach in ein Genre stecken kann und die Schublade schließt.
Aber genau das wollte Stromae vermutlich auch. Er macht Musik, wie sie ihm gefällt. Er singt in seinen Texten über Probleme und Erfahrungen aus seinem Leben, wobei die Geschichten mehr aus seinem Bekanntenkreis stammen. Die verwendeten Worte sollen alle was bedeuten, wobei er aber dabei die Musik nicht vernachlässigt. Beides im Einklang ergibt für Stromae erst ein gutes Lied. Das sind seine Anforderungen an sich selber. Vielleicht klingt auch deswegen jeder Song wie eine Einheit aus Musik und Sprechgesang. Das Highlight hierbei ist, dass er alles zuhause macht. Quasi kommt seine Musik zu „Cheese“ aus seinem Wohnzimmer. Übrigens: Stromae leitet sich von Maestro ab, wenn man die Silben vertauscht. Und ein Maestro ist er auf seinem Gebiet auf jeden Fall. Wer nicht auf den offiziellen Verkaufsstart warten möchte, findet das komplette Album schon vorab bei musicload.de
Trackliste zu „Cheese“:
- Bienvenue Chez Moi
- Te Quiero
- Peace Or Violence
- Rail De Musique
- Alors On Danse
- Summertime
- Dodo
- Silence
- Je Cours
- House'llelujah
- Cheese



