Erstmals machte 1955 und 1956 Dennis Hopper an der Seite von James Dean in den Filmen …denn sie wissen nicht, was sie tun und Giganten auf sich aufmerksam. Doch aufgrund seines schwierigen Charakters blieben ihm Hauptrollen verwehrt.
Die Freundschaft zu Peter Fonda sollte Dennis Hopper zu seinem ersten Durchbruch verhelfen. Gemeinsam schrieben sie das Drehbuch zum Kultklassiker Road Movie Easy Rider. Easy Rider spiegelt wie kein anderer Film seiner Zeit das Lebensgefühl einer Jugendbewegung wieder. Hopper fungierte bei 400.000 Produktion als Regisseur und schlüpfte in eine der beiden Hauptrollen. Die drei Akteure Hopper, Fonda und Jack Nicholson wurden zu den Stars des New Hollywood und erlangten Weltruhm.
In den folgenden Jahren konnte Hopper keinerlei finanziell erfolgreichen Filme für sich verbuchen, denn seine Eigenwilligkeit und Sturheit schreckte viele Regisseure ab. Seine wechselhafte Karriere ist von changierenden Licht- und Schattenseiten geprägt. Doch auch sein Privatleben war geprägt von vielen Berg- und Talfahrten. In den 70ern hatte Hopper mit seiner Drogen- und Alkohlsucht zu kämpfen.
Seine erste größere Rolle spielte er 1979 als Journalist in dem Antikriegsfilm Apocalypse Now. Mit dem Tod seines Vateres in den 80ern, bekam Dennis Hopper sein Drogen- und Alkohlproblem in den Griff. Das endgültige Comeback gelang ihm mit dem David Lynch surrealem Thriller Blue Velvet. Seine brilliante Darstellung des pervers-sadistischen Frank Booth brachte ihm durchweg positive Kritiken ein.
Als Regisseur fiel Dennis Hopper erstmals seit Easy Rider wieder mit Colors – Farben der Gewalt auf und erreichte mit seinem Streifen ein breites Publikum. In dem Hollywood Actionstreifen Speed mit Keanu Reeves und Sandra Bullock gab er psychopathischen Bombenleger Howard Payne.
In seiner langen Filmkarriere wirkte Dennis Hopper in mehr als 140 Filmen mit. Weitere Leidenschaften des vielseitigen Filmschaffenden galten der Malerei und der Fotografie. Bereits in seiner Kindheit begann er mit dem Malen, die Fotografie wurde Teil seines Lebens als 1961 seine damalige Frau ihm eine 35mm Kamera schenkte. Seine Fotografien sind Zeugen seiner Welt und somit ein Stück Zeitgeschichte. Denn Hopper trug seine Kamera in den 60er Jahren immer mit sich herum, egal ob er sich am Filmset, auf einer Party, in einer Bar oder politischen Kundgebungen aufhielt. Vor seiner Linsen waren Schauspieler, Musiker, Künstler, Freunde und Unbekannte. Diese Vielschichtigkeit zeichnet Hoppers umfassendes Werk aus. Seine Werke werden weltweit ausgestellt.
Als er vor zwei Monaten mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrt wurde, ließ es sich der von seiner Krankheit schwergezeichnete Hopper nicht nehmen, höchstpersönlich an der Zeremonie teilzunehmen. Mit ihm feierten viele Fans, Kollegen und Freunde wie Jack Nicholson, David Lynch und Viggo Mortensen. Dies war sein letzter öffentlicher Auftritt. Dennis Hopper war „born to be wild“.
Hier filmische Eindrücke zu Easy Rider, Apocalpyse Now und Blue Velvet!
[Fotos: flickr.com/jasonham]













